Sklavenhaus Crispus

Sklavenhaus Crispus

Dienstag, 22. Juli 2014

Kämpfe auf dem Vosk

Aus dem Tagebuch des Gaius Crispus:

Gestern am Hafen gewesen, Flotte verabschiedet. Musste mich natürlich blicken lassen, ohne Crispus' Rudersklaven würden die nicht mal aus dem Hafen kommen. Habe mich wegen Pavidus gefreut, der auch mit in den Kampf zieht. Habe ihn in der Arena zum Helden gemacht, zum Liebling der Massen, ihm seinen Lebenstraum ermöglicht. Sollte er besser nicht vergessen, wenn er im Triumphzug heimkommt. Sowieso hat Crispus das alles in der Arena vorweg genommen, Victorias Kampf gegen die Voskpiraten. Merkt sich das Volk bestimmt, großartig.

Freue mich schon auf kistenweise neue Gladiatoren, Piraten sind sicher kampferprobt. Gutes Arenamaterial. Egil will mir ein paar Schädel mitbringen. Zum draus trinken, wer weiß, wird vielleicht neue Mode in Victoria. Dennoch beneide ich die Rari. Nichts gegen die Arena, aber sie hat ihre eigenen Gesetze. Für den Heimstein in die Schlacht zu ziehen, ist voller Ehre, aber was soll ich da? Mir fällt ja beim Essen schon das Messer runter.

Aber es muss herrlich sein. Arena hoch Hundert. Der liebreizende Gesang der sterbenden Feinde. Das Schmatzen der Sandalen in Pfützen voller Feindesblut. Das Jammern und Heulen der Sklaventreks. Der Duft einer brennenden Stadt am Morgen. Habe Egil gefragt, ob das stimmt, dass sie manchmal Leute vor den Rammbock binden, damit dessen Geschrei die feindlichen Schiffsleute verwirrt. Ist wohl so, sagt er, und man würde denen auch mal brennende Pfeile in die Augen rammen. Aber nur nachts, sonst würde das ja nichts nutzen. Stimmt natürlich.

Notiz: Über nächtliche Spiele nachdenken, Straftäter mit Brandpfeilen beschießen oder mit Thalarionöl tränken und dann beschießen lassen, sicher hübsche optische Effekte im dunklen, wenn die herumlaufen. Könnte neue Mode werden… Macht noch keiner!

Montag, 21. Juli 2014

Ein ganz normaler Tag?





Haussklavin Gelasia mit Wachmann und Söldner Vicar und Sklave Shador halten Plausch vor dem Ludus.


Vor dem Ludus


Ludusbuchhalter Colmar bringt eine Sklavin, Feder mit zur Unterstützung. Es gibt mehr zu tun, seit Gaius nun einen Stuhl im hohen Rat hat und dem Neuerwerb der Hafenmeisterei, und noch sucht man nach einem zweiten Buchhalter.

Alle Gladiatoren wurden auf die Schiffe gesandt, im Ludus eine verwaiste Arena.

Lucia vermisst das allmorgendliche Holzschwertklappern

Lucia trifft Hausheiler und Volkstribunkandidat Lomerus in einer ruhigen Gasse, er stellt eine verwirrende Frage über Gaius. Lucia äussert ihren Verdacht, dass ihr Gefährte irgendwo eine Liebschaft hat.

Gaius und Tiberias älterer Bruder Brutus trifft aus Rovere ein, um hier nach dem Rechten zu sehen.

Brutus mit Schwester Tiberia bei der Hausführung

Lucia entscheidet, dass Gaius neues Mündel Callista zunächst in ihrem Haus bleiben kann, es werden eine Wache und eine Sklavin abbestellt auf Kosten des Hauses Avonicus.

Noch immer wartet Lucia auf eine Antwort von Aurora Attica, welche sie eingeladen hat. Doch im Hause Atticus scheint man noch um Sergius zu trauern und andere Sorgen bezüglich der Bestattung zu haben.


Samstag, 19. Juli 2014

Die Crispusse und die Säulen



Gaius hat nun endlich den Sitz im Hohen Rat. Was Lucia alles dafür getan hat, möchte ich gar nicht hier niederschreiben.
Ihr Gespräch mit Tasdron vor der Ratssitzung, möge er noch lange Victoria erhalten bleiben, wenn es nach Lucia geht, hatte die gewünschten Ergebnisse.
 Mit feinen Goldverzierungen bestickte Brokatsäckchen voller Gold hatten den Besitzer gewechselt. Da soll nochmal einer sagen, nur die hohen Kasten hätten Macht. Nein, die Macht haben bekanntlich die, die das Gold haben. Gaius und Lucia hatten ihren Etappensieg, Dank Tasdron, dem Ewigen.
Nun haben sie die Hafenmeisterei, und man sucht nun einen Schreiber, da der dafür eingesetzte Verwalter Egil des Lesens und Schreibens nicht mächtig ist. Doch auch daran würde Lucia hartnäckig arbeiten, immerhin hat er sich bereits von seiner Bürste auf dem nordischen Schädel verabschiedet und trägt auch immer öfter feineren Zwirn. Wenn Illarion, Lucias Bruder zurückkehrt würde dieser die Hafenmeisterei übernehmen. Lucia hatte sich erlaubt den einstigen Traum ihres geliebten Bruders, auch wenn die Bande zerbrochen waren, zu erfüllen.
Überraschenderweise wurde Gaius die Vormundschaft über Callista, der Tochter des ehemaligen Kastenersten der Händler, welcher vermisst wird, übertragen.
 Gaius ist ja nun Kastenerster und die Kaste kümmert sich nun mal um verwaiste Töchter, auch wenn es Callista nicht passte, für Familie Crispus bedeutet das auch wieder zusätzliche Verantwortung. Gaius würde dann entscheiden, ob sie im Ludus leben würde, oder aber doch ihr Erbe selbst verwalten kann.
Von der neu eingeführten Steuer, welche für den Einsatz der Roten Kaste gegen die Voskpiraten vorgesehen ist, bleibt der Ludus verschont, da man alle männlichen Sklaven als Rudersklaven für die Schiffe benötigt. Und das waren nun mal nicht wenige und eine grosser Einkommenszweig des Ludus, welcher für eine Weile wegfallen würde. Verdient der Ludus ja gut an den Kämpfen und Wetteinsätzen.
Beeindruckt hat Lucia der Wissende Serenus bei der Ratssitzung, Einer der Wenigen, der wie Familie Crispus auch, die drei Grundpfeiler Gors respektiert und vertritt.
Abgesehen von der Keuschheit und den gelockerten Bedingen für Sklaven hält Familie Crispus streng an Traditionen und Werten fest, was des öfteren zu Unverständnis bei weniger traditionellen Mitmenschen führt.

Der Heimstein ist nicht nur ein Stein, er bedeutet, zu Hause, Territorium, Seele, Traditionen und Sicherheit: Es gibt nicht wirklich Worte, um die Bedeutung des Heimsteins für einen Goreaner zu beschreiben.  „Ein Palast ohne Heimstein ist eine Hütte, eine Hütte mit einem Heimstein ist ein Palast.“ (In Sklavenketten auf GOR, S. 142)
Und so tut das Haus Crispus auch alles dafür, um den Heimstein und Victoria zu schützen, schützen sie ja ihr eigenes Heim, und reagieren mit Unverständnis, wenn manch anderer nicht so patriotisch denkt und handelt.
So verhält es sich auch mit den Kasten, man hält nicht viel davon, wenn Kasten untereinander gemischt werden, und wenn man es dennoch tut, dann sieht man zu, dass man in eine höhere aufsteigt.
Die Kaste definiert den Verhaltenskodex, liefert bestimmte Privilegien, begrenzt soziale Kontakte, bestimmt die Rangordnung innerhalb der goreanischen Gesellschaft und noch vieles andere.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Erhitzte Gemüter und fliegende Pfannen




Die ganze Stadt spricht nun von den Voskpiraten und der Ludus ist von Arrec beauftragt wurden, Männer für die Schiffe zu werben. Für jedes geworbene Besatzungsmitglied gibt es Silber für die Luduskasse, doch darüber schweigt man natürlich.
Ausserdem sehen Gaius und Lucia es als ihre bürgerliche Pflicht an, zu tun, was sie können, wenn es um den Heimstein und Victoria geht. Fast jeder Goreaner würde für seinen Heimstein sein Leben geben, er ist von fundamentaler Bedeutung, die wahre Seele einer Stadt.
Man schickt Sklavinnen los, um für die von Haus Aelius bereitgestellte Flotte unter dem Kommando des Tribuns Arrec die Besatzung zu werben, jeder wird gebraucht, sei es Buchhalter, Schmied oder Krieger.
Zum Haus Baratheus geht Lucia selbst, und nach einigem patriotischen Redenschwingen und Kalana, trug auch Tiros Baratheus seinen Namen in die Liste ein.

Auf dem Weg zurück in den Ludus trifft sie Callista, die Tochter des Kastenersten der Händler, Julius Avonicus. Diese erzählte ihr von ihren Ängsten um ihren Vater, welcher seit einiger Zeit nicht mehr gesehen wurde, und eigentlich längst zurück hätte sein müssen von seiner Reise. Lucia teilt ihre Sorgen mitfühlend, wartet sie selbst ja auch auf die Rückkehr ihres Bruders Illarion.
Dazu gesellt sich nun auch Lycia und später auch der Prätor Quintus selbst. Lucia erzählt, wie erfolgreich oder eher erfolglos der Ludus um die Besatzung für die 6 Schiffe wirbt. Die Sklavinnen berichteten, dass sie in der Unterstadt  auf wenig Interesse gestossen sind, etwas für ihre Stadt und den Heimstein zu tun.
Gibt es ja dort auch noch recht viele, welche ohne Heimsteinschwur im Schutz der Mauern Victorias leben.

Vielleicht haben Quintus und Lucia aneinander vorbei geredet, jedenfalls verliess Lucia ziemlich wütend die Gesprächsrunde, da Quintus in ihren Augen eher die Interessen Heimsteinfremder oder Kastenloser vertrat, als die der ehrbaren und engagierten Bürger. Ihre Wut lässt sie natürlich nicht in der Öffentlichkeit raus, sondern erst am Tor des Ludus, wo sie Wachmann Egil umrennen wollte, welcher sich aber nicht so einfach umrennen lässt.
Vor dem Ludus wurde wie so oft, wieder eine Debatte geführt, welche sich natürlich, wie auch so oft, aufheizt, dass man erahnen kann, wie das Blut kocht. Im Zentrum des Geschehens Rarius Arrec und Egil, der Nordmann, welcher ja noch auf  Bewährung den Ludus bewacht.
 Die scharfe Munition wurde hin und her geschossen, bis sich schliesslich Baumeister Lucius dazugesellt und dieser 'eingeladen' wurde, ob er wollte oder nicht, mitzuschiessen. Auch Pavidus nimmt sich eine kleinere Kanonenkugel und vertreibt Egil in die Ludusküche, weil Pavidus dem Baumeister bestimmt imponieren wolllte, vermutet Lucia.
Baumeister Lucius nennt Egil zuletzt ein 'Weissgesicht', nachdem auch Egil mit Beleidigungen nordischer Art nicht sparsam war. (hier auch sehr schön beschrieben http://sl-gelasia.blogspot.de/)
Letztendlich geht doch noch alles recht friedlich aus. Arrec lädt Pavidus auf einen Wein ein, der Baumeister geht seiner Wege und Lucia, Tiberia und Haussklavin Gelasia bemühen sich in der Ludusküche, während Gelasia Eier brät, jede auf ihre Art Egil zu lenken und zu leiten.

Egil am Tisch, nachdem die Eierpfanne an die Wand flog, mit Gelasia, Tiberia und Lucia

Mittwoch, 16. Juli 2014

Leere Regale und kein Ausstellungstück



Ja, die Warenzufuhr stagniert, kein Sklavenlieferant kommt mehr im Hafen von Victoria an, und noch weiss man nicht, woran es liegen könnte. Vielleicht waren die Gerüchte wahr, die man sich über die Voskpiraten erzählt, vielleicht waren es aber auch andere Gründe, warum der Ludus mit Sklavin 328 seine letzte Sklavin verkauft hat. Der teure Ladenhüter 324, Lucretia wurde von Markus Baratheus erworben, und somit hoffte Lucia die Wogen zwischen den beiden Häusern wieder geglättet zu haben.
Sklavin 332,  333 und Haussklavin Gelasia wurden damit beauftragt Werbung für die Flotte des Araneus Aelius zu machen, jeden Mann zu mobilisieren, sich bei dem Tribun Navalis Arreconius Viridis zu melden, um unter seinem Kommando gegen die drohende Gefahr vom Vosk aus, anzukämpfen.

Tiros Baratheus kam zu Besuch wegen einer Volkszählung, und Lucia, obwohl sehr verwundert darüber, gibt bereitwiilig Auskunft, warum auch nicht, wer alles unter dem Dach des Ludus lebt.
Ihr Vater Lucius Aristomenes ist zurück gekehrt zur grossen Freude Lucias, so hat sie nun etwas Unterstützung, da ihr Gefährte in letzter Zeit zu viel unterwegs ist, und sie allein doch recht schnell an ihre Grenzen stösst.

Dringend muss sie mit Tasdron sprechen, noch vor der Ratssitzung, und sie schickt eine Sklavin los, ihn einzuladen, musste er ja auch noch seinen Gewinn abholen vom Kampf.

Sie hat erfahren, dass Aurora, die Gefährtin ihres Bruders , diesen als vermisst melden würde, sofern die beauftragte Suche nach ihm, kein Ergebnis bringen sollte. Die Gefährtenschaft würde somit aufgehoben sein, doch Lucia weiss, dass Aurora andere Pläne hat. Lucia und ihre Mutter hingegen glauben fest daran, dass Illarion zurück kehrt, sie kannten ihn eben besser.

Die ursprünglich geplante Reise nach Ar bläst Lucia ab, zu viel gibt es hier zu tun, sie konnte nicht weg, wollte nicht weg. Und sie hält es für gesünder, ihren  Umgang mit Markus Baratheus auf das Nötigste zu reduzieren.


Sonntag, 6. Juli 2014

Verwirrendes und Fragen über Fragen




Heute schafft es Lucia bis zum Hafen zu kommen, sie wollte Pavidus eine besondere Belohnung zuteil werden lassen, da er dem Haus Crispus mit seinem Sieg in der Arena einiges an Silber in die Luduskassen gespült hatte, da die meisten gegen ihn gesetzt hatten.
Pavidus sitzt an Deck der Aequitas. Lucia, begleitet von Gladiator Augustus reicht Pavidus einen kleinen reich verzierten Münzbeutel."Deine Belohnung, Pavidus, 50 Silber. Die hat Sergius Atticus gegen dich gesetzt, und die sollst du nun haben."
Für Pavidus hatten gerade die 50 Silber, die von Sergius eine besondere Bedeutung.

Zurück im Ludus, hiflt ihr ein Gespräch mit Lomerus in Sachen Tiberia weiter. Die hatte für ziemlichen Ärger mit dem Haus Aelius gesorgt, indem sie, verantwortlich für Einladungen und Platzreservierungen für die grosse Arena, erheblich an diesen herum manipuliert hatte, um letztendlich der vom Haus Crispus und Haus Aelius angestrebten Gefährtenschaft aus dem Weg zu gehen. Für die junge Tiberia ein kleiner Streich, einer leichten Brise gleich, doch entwickelte sich das alles zu einem grossen Sturm, von dem niemand wusste, wie lange er anhalten und welche Schäden er anrichten konnte.
Immerhin hat sich Lucia mit ihrer Mutter Fauna ausgesprochen, und auf viele ungeklärte Fragen gibt es nun eine Antwort.

Und nicht genug damit, findet Lucia unten im Keller Sklavin Gelasia in einem völlig verwahrlosten Zustand vor. Lucia hatte sich entschieden, diese Topfsklavin zu behalten, da sie klug, loyal und zuverlässig war. Man konnte ihr einiges an Aufgaben übertragen, und Lucia legt im Gegenzug ihre schützende Hand über Gelasias Unschuld. Doch das einzige, was an der Gestalt im Bad des Ludus noch an Gelasia erinnerte, war ihre markante Nase. Gelasia steht völlig neben sich, faselt was von den schmutzigen Gossen der Unterstadt, und wusste wohl nicht, wie sie dahingekommen war.

Lucia bittet sie hoch zu einem klärendem Gespräch, welches nicht viel an Aufklärung brachte, doch eines war nun klar, alles hing mit Markus Baratheus zusammen, welcher in den letzten Tagen des öfteren um Gelasias Gesellschaft gebeten hatte. Lucia ist wütend, war das nun schon die zweite Sklavin des Ludus, deren Verstand nach der Gesellschaft von Markus, sich in Luft aufgelöst hat.

Einst war es Giani, welche nach drei Tagen, verliehen ins Haus Baratheus, völlig verstört aggressiv und nackt den Ludus verliess und erklärt, sie wäre nun eine freie Frau. Und nun Gelasia. Lucia erteilt ihr drei Tage Ludusarrest und untersagt ihr  den Umgang mit Markus Baratheus. Gelasias Aufgaben übertragt sie an Sklavin 328, solange Gelasia nicht wieder Gelasia war. Sie wusste, dass sie Gelasia damit verletzt hat, doch ging es ihr selbst nicht anders, denn das, was Gelasia da gefaselt hatte, liess Lucia an deren Loyalität zweifeln.

Noch immer geladen sucht Lucia nun Markus auf, traf aber nur auf Tiros, seinen Bruder. Markus war zu weit gegangen, und auch wenn er im Hohen Rat sitzt und der blauen Kaste angehört, Lucias Toleranzgrenze war überschritten. So bekommt Tiros nun die Pulverladung ab, bevor Lucia selbst explodieren würde, sie bleibt dabei trotzdem höflich, konnte sich ja niemand seine Familie aussuchen, und wer wusste das besser, als Lucia selbst.

Entladen und zufrieden mit sich selbst kehrt sie zurück zum Ludus, dort wartet Lycia, die Nichte des Prätors. Sie entscheiden sich für einen ruhigen Spaziergang zum Tempel und reden dort lange über dieses und jenes, und auch über etwas besorgniserregendes, was mal wieder im Zusammenhang mit dem Haus Baratheus stand, neues Pulver für Lucias Gemüt.

Am Eingangstor des Ludus durfte sie einem Wiedersehen zweier Nordschränke beiwohnen. Wachmann Egils rotschopfriger Bruder Gunnar, welcher ihr schon in der Stadt über den Weg gelaufen war, versperrte den kompletten Toreingang mit Muskelmasse. Dieser hatte vollgetankt und Egil bringt ihn runter zum Hafen zum Rausch ausschlafen.
Mal wieder völlig erschöpft und geplagt mit Gedanken und Plänen und dem leisen Wunsch 'Ich will ein Haus auf dem Land', schläft Lucia ein.




Freitag, 4. Juli 2014

"Volk von Victoria, ehrbare Bürger.....





Gaius Crispus : "Volk von Victoria, ehrbare Bürger, hohe Ratsherren und Adminstrator Tasdron! Das Haus Crispus heißt euch willkommen zu den heutigen Spielen in der Arena zu Victoria. Nachdem ihr am Nachmittag euch belustigen konntet an der Hatz von Larlen auf Verbrecher, nachdem ihr euch delektieren konntet daran, wie Feinde der Stadt unter den Füßen von Thalarions zertreten wurden und vor euren Augen Anführer revoltierender Dorfgemeinschaften aus dem Umland dem Tarn zum fressen gegeben wurden, folgt nun das Hauptereignis!!"






Gaius Crispus hält die Eröffnungsansprache zu den Kämpfen




Danach hielt Tadron, der Ewige seine Rede, eingerahmt von Mitgliedern des Hohen Rates von Victoria.




Erster Kampf, Primus des Ludus Vedius gegen Octavius endet tödlich für Gladiator Octavius, nach dem Willen Tasdrons



Gaius Crispus : "Im zweiten Kampf nun tritt Pavidus gegen Decius an - Pavidus, der Junge, der als Verbrecher zu mir kam, beseelt vom Herz eines Kämpfers mit dem Traum, dem Hause der Atticer angehören zu dürfen, denn welcher Junge träumt nicht davon, seinen Stahl dem Hauses zu widmen, das von unserem geliebten Ersten Schwert Valerius geführt wird? Und nun soll Pavidus euch zeigen, ob wirklich das Herz eines Kämpfers in ihm schlägt. Tut es das, werde ich ihm die Freiheit schenken, und ihr seid Zeuge. Tut es das nicht, nun, dann wird er sich dem Stahl des Stärkeren opfern für euer Spektakel, liebe Zuschauer. Pavidus hat dazu die Ehre, für die edle Dame Callista aus dem Hause meines guten Freundes Julius Avonicus zu kämpfen! Und hier kommt Pavidus gegen Decius, der einst Seemann war und jedes Wasserthalarion mit den bloßen Händen erwürgte, das seinem Boot zu nahe kam - möge der Kampf beginnen!!!!




Der zweite Kampf, Junggladiator Pavidus gegen Decius aus Cos endet mit Pavidus unerwartertem Sieg


und Gaius hält Wort, Pavidus verlässt als freier Mann die Arena.




Das gemeine Volk auf den Rängen , bewirtet von Corvus, dem Wirt aus dem 'Schlüpfrigen Loch'


OOC: Danke an alle, die mitgewirkt, geholfen und mitgespielt haben, es war super.
       Besonderen Dank an die Spieler des Hauses Crispus, ihr wart alle genial, jeder einzelne, und         vor allem zuverlässig, und Dank an Beric und Nea, Kenny für die klasse Arena.

Dienstag, 1. Juli 2014

[13:20] GM 4.43 ~ Nobody Melodie Has Captured TheMaster Carter! ~





Pavidus und Vedius beim Training


Nun fehlt nur noch eine schöne Frau, für deren Ehre Pavidus kämpfen könnte, denn so etwas macht sich immer gut beim Volk.
Nachdem Pavidus erfährt, dass Sergius Atticus 50 Silber gegen ihn gesetzt hat, trainiert er bis zur Erschöpfung.
Noch weiss man nicht, was sein wird, wenn der Kampf vorbei ist. Da gilt noch einiges abzuklären und  vor allem musste Lucia endlich mal mit Gaius darüber 'reden'.

Lucia war im Hospital und nimmt den Wetteinsatz von Dillus entgegen, nur wörtlich, da der ja nur ein Tüchlein über seinen Lenden trug. Warum der letztendlich nun im Hospital lag, darüber hatten sie gar nicht gesprochen.

Tiberia ist eifrig bei den umfangreichen Vorbereitungen für den Schaukampf am Donnerstag, einige Einladungen für die reservierten besten Plätze müssen noch überbracht werden.
Auch beim Wirt Corvus war sie bereits gewesen, welcher für das catering verantwortlich sein würde.

Der Prätor trifft wieder einmal ein weises Urteil bei einem Eilverfahren im Gerichtssaal, nachdem Nordmann Egil sich freiwillig gestellt hat. Luduswache für vier Hand, der Verdienst geht an die Stadtkasse. Davon hatte jeder was, die Stadt, der Ludus, und auch Egil.
Lucia nimmt sich vor, den aufbrausenden Nordmann mit dem sanftem Kern für die Stadt Victoria zu 'domestizieren'. Sicher würden einige Anstoss daran nehmen, dass Egil vorrübergehend den Ludus bewacht, vielleicht auch Gaius, aber das hat ja der Prätor entschieden, Lucia kann ja nun mal gar nichts dafür :)






Montag, 30. Juni 2014

Mal nicht im Ludus



Lucia hat sich frühzeitig aus dem Ludus geschlichen, sogar den Nebeneingang benutzt. Sie wollte sich endlich um eine Sache kümmern, doch nie kam sie wirklich bis zum Hafen runter, entweder kam ein Kaufinteressent nach dem anderen, einfach nur Besuch oder Beschwerden über das Wachpersonal des Ludus.
Doch heute rannten die meisten zu diesem Duell der Rarii, Lucia verzichtete darauf, in ihren Augen benahmen sich zwei gestandene Rarii, wie zwei hitzköpfige Rekruten, und das auch noch öffentlich.
So steht sie unten direkt am Vosk, hier und da redeten Gruppen von Hafenarbeiten, verrichten ihre tägliche Arbeit, Fremde steigen von den Schiffen oder verlassen die Stadt.

Und sie hatte Glück, Egil, der Nordmann rennt ihr vor die Füsse.
Sie hatte Egil kennengelernt vor einiger Zeit im Badehaus, sie war allein dort und dann taucht dort dieser fremde grosse Mann auf, gladiatorengleich. Lucia und ihr Handtuch waren ab sofort unzertrennlich. Trotzdem sie spürte, dass seine Augen begierlich auf ihr ruhten, kommt es zu einer interessanten Unterhaltung. Egil war zurückhaltend, fast schüchtern und in seiner Einfachheit symphatisch, ehrlich.
Und nun hört sie von den Vorwürfen gegen ihn, hört, er soll verhaftet und vielleicht sogar getötet werden. Egil, der Egil? Er soll Freie Frauen angegriffen und randaliert haben? Doch wirklich zu Schaden gekommen ist ja keine, und Lucia sieht natürlich Parallelen zum Fall Lomerus. Auch da reichten die Anschuldigungen von freien Frauen, um ihm dem Eid auf den Heimstein zu verwehren. Und Lucia wusste ja, dass manche freie Frau in Victoria es an Respekt vor Männern mangeln liess, und dann am liebsten zum Ersten Schwert oder gar dem Prätor rennen, und sich dann beschweren,  da sie die logische Konsequenz ihres Verhaltens nicht tragen wollen.

Egil ist wie immer freundlich und zurückhaltend, ungesehen begeben sie sich an einen ruhigen Ort und Egil erzählt ihr seine Version der Dinge. Er erzählt ihr auch von Aurora Aristomenes, welche ihn einen Bosk nannte, den eigenen Landsmann. Natürlich lässt ein Mann sich nicht von einer Frau so beschimpfen, und randaliert habe er auch nicht.
Lucia selbst würde es noch nicht mal wagen, auch wenn sie vielleicht Gründe hätte,  ihren eigenen Gefährten zu beschimpfen, geschweige denn einen Fremden.
Sie verspricht Egil mit dem Prätor über diese Sache zu reden, vielleicht hat Quintus einen Rat, vielleicht sollte Egil sich stellen, um Stellung zu beziehen und die Vorwürfe aus dem Weg zu räumen..doch Lucia ist nicht sehr optimistisch, Egil ist Nordmann, heimsteinfremd, und dem Rechtssystem in Victoria traut sie auch nicht.

Auf dem Weg zurück in den Ludus erfährt sie von einem Schwerverletzten in der Taverne und von dem Ausgang des Duells von Sergius und Valerius. Zum Glück gab es dort doch keinen Toten.



Donnerstag, 26. Juni 2014

Ein Tag wie jeder andere?









An diesem Morgen fühlt sie sich erschlagen und matt, entgegen ihrem sonstigen Naturell. Doch die vergangenen Tage und Ereignisse fordern nun ihren Tribut. Dazu kamen die Auseinandersetzungen mit der Schneiderin und auch der Streit gestern mit Wachmann Vicar. Und das zerrüttete Verhältnis zu ihrem Bruder Illarion lastet schwer auf ihrer Seele, sie muss endlich lernen damit zu leben, dass sie keinen Bruder mehr hatte, zu sehr hatte er sie verletzt, zu tief die Wunde, welche wohl niemals heilen würde.

Immerhin hatte sich ein Schreiber gemeldet, offenbar hat es sich in der Unterstadt herumgesprochen, dass das Haus Crispus einen Buchhalter sucht. Colmar aus Hochburg, so stellt er sich vor, ohne Habe und ohne Heimstein und dankbar für den Broterwerb. Man verhandelte den Wochenlohn und Colmar macht sich sofort an die Arbeit.
Der Händler der zwei neuen Sklavinnen 328 und 329 brachte die Papiere vorbei und Lucia zermartert sich ihr Gehirn wegen des Mitbringsels zu dem Fest der Masken im Hause Aelius. Dekadent sollte es sein, so Araneus. Der Ludus war natürlich bemüht, dem Wunsch nachzukommen, zumal man eine Verbindung zwischen Araneus und Gaius Schwester Tiberia anstrebt.

Am Nachmittag trifft Lady Milena aus dem Haus Aelius ein, sie möchte über Tiberia sprechen und zu Lucias Freude begrüsst sie die eventuelle Verbindung beider Häuser.
Beide Frauen nehmen im eigenen Sinne nur das wahr, was sie wahr nehmen wollen. So interpretiert Milena Araneus Frage nach dem Befinden Tiberias als grosses Interesse an dieser. und da Tiberia auf dem Heimweg von einem Essen in dem Hause, die Gefährtenschaft zwischen ihr und ihm ansprach, nicht unbedingt im positiven Sinne, aber immerhin, so meinte Lucia herausgehört zu haben, dass Tiberia natürlich hin und weg war. Schliesslich ist Tiberia nicht dumm, und eine Chance von der Händlerkaste in die Rote Kaste zu wechseln bekommt man nicht all zu oft.
So beschliessen Milena und Lucia, dem jungen Glück etwas auf die Sprünge zu helfen, Manches brauchte eben etwas Starthilfe.

Am Abend gönnt sie sich ein entspannendes Bad, doch der Zustand hält nicht lange an, Vicar und Tiberia tauchen unten vor dem Bad auf und scheinen etwas irritert, weil Lucia gebadet hat, und das widerum irritierte Lucia.
Vielleicht sollte sie einige Zeit verreisen und das unmoralische Angebot des Rarius einfach annehmen.
Doch das war ein Schritt, welchen sie tief in ihrem Inneren nicht vertreten kann, nicht jetzt, wer weiss das schon. Doch noch kämpft sie mit sich, alles würde sich ändern und ganz ungefährlich war das auch nicht. Aber vielleicht war es gerade das, was sie überlegen lässt, Ausser viel Arbeit hielt jeder Tag nichts bereit für sie, sie tat ihre Pflichten bis zur Erschöpfung, doch sie selbst ist da irgendwo zwischendrin verschwunden.