Sklavenhaus Crispus

Sklavenhaus Crispus

Dienstag, 22. Juli 2014

Kämpfe auf dem Vosk

Aus dem Tagebuch des Gaius Crispus:

Gestern am Hafen gewesen, Flotte verabschiedet. Musste mich natürlich blicken lassen, ohne Crispus' Rudersklaven würden die nicht mal aus dem Hafen kommen. Habe mich wegen Pavidus gefreut, der auch mit in den Kampf zieht. Habe ihn in der Arena zum Helden gemacht, zum Liebling der Massen, ihm seinen Lebenstraum ermöglicht. Sollte er besser nicht vergessen, wenn er im Triumphzug heimkommt. Sowieso hat Crispus das alles in der Arena vorweg genommen, Victorias Kampf gegen die Voskpiraten. Merkt sich das Volk bestimmt, großartig.

Freue mich schon auf kistenweise neue Gladiatoren, Piraten sind sicher kampferprobt. Gutes Arenamaterial. Egil will mir ein paar Schädel mitbringen. Zum draus trinken, wer weiß, wird vielleicht neue Mode in Victoria. Dennoch beneide ich die Rari. Nichts gegen die Arena, aber sie hat ihre eigenen Gesetze. Für den Heimstein in die Schlacht zu ziehen, ist voller Ehre, aber was soll ich da? Mir fällt ja beim Essen schon das Messer runter.

Aber es muss herrlich sein. Arena hoch Hundert. Der liebreizende Gesang der sterbenden Feinde. Das Schmatzen der Sandalen in Pfützen voller Feindesblut. Das Jammern und Heulen der Sklaventreks. Der Duft einer brennenden Stadt am Morgen. Habe Egil gefragt, ob das stimmt, dass sie manchmal Leute vor den Rammbock binden, damit dessen Geschrei die feindlichen Schiffsleute verwirrt. Ist wohl so, sagt er, und man würde denen auch mal brennende Pfeile in die Augen rammen. Aber nur nachts, sonst würde das ja nichts nutzen. Stimmt natürlich.

Notiz: Über nächtliche Spiele nachdenken, Straftäter mit Brandpfeilen beschießen oder mit Thalarionöl tränken und dann beschießen lassen, sicher hübsche optische Effekte im dunklen, wenn die herumlaufen. Könnte neue Mode werden… Macht noch keiner!

Kommentare:

  1. Luc! Ich mag es einfach deine Berichte zu lesen.

    gez. Titus

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  2. Keiner hat die Poesie der Destruktion so drauf wie Luc.^^

    Nea

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  3. Ich kann halt nicht aus meiner Haut. Über sieben Jahre Scimitar oder Gladius in der Hand und Gaius nun den Rechenschieber – was willste machen… Und ich habe schon so Sachen rausgelassen wie „leise lispeln die Wellen ,Krieg’, und blutige Gischt prescht gegen die Triremen, deren Ruder im Sud der Ertrunkenen stochern - der Niedergemachten, die allesamt an diesem Tage Bessere trafen als sie es waren und die Herzen ihrer Väter mit Stolz erfüllen, denn es waren die Roten aus Victoria und keine Geringeren, die ihnen die Söhne nahmen.“

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  4. irgendwie höre ich das lieber, als dieses Bücklings-tal tal tal, obwohl das auch niedlich ist :)

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  5. Ich mag ihn in beiden Rollen. Wobei die das Schmierige gemeinsam haben - Luc und Gaius.

    Nea

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    1. das stimmt :), ich fand ja auch den dicken tullius niedlich und den doofen luciuslongus..alle niedlich, aber das hört er nicht gern

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  6. Ihr hätten Zelmo kennen sollen. Weder niedlich, noch schmierig. Nur hart. Hehe.

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    1. ach was, das denkst du nur..ich bin sicher, auch an dem ollen zelmo hätte ich was niedliches gefunden, und wenn die friese ist.
      kann man ein bild aus wasteland einfügen?^^

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  7. Zelmo war voll putzig!

    Tanja

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  8. Jagut, putzig waren wir damals alle, sonst bist du da gar nicht reingekommen. Jan, Dumo, Suca, Zeus, Kim, Montri und die ganze Crew… Die Damen natürlich ebenfalls. Madi, Sylvie, Kaya, Dina, Bette & Co… Einmal standen wir so zu siebt auf dem Wall in Wastelands, und die Sa-Me-Diesonnescheintamhimmel (Zeus sagte imemr: Der Frisiersalon de Torvis) hatten gerade ein paar Pfeile in den Hintern bekommen und holen sich Hilfe. Und die Hilfe holt weitere Hilfe und diese Hilfe wiederum. Und dann war die Wüste voll mit über 20 Panthern aus aller Herren Länder, und die rennen mit jede zwei Harbingerbögen in der Hand und Speeren zwischen den Zähnen auf uns zu. Und wir alle „Achduscheiße.“ Und Dumo fantasiert vom heldentod „Sie werden den Himmel verdunkeln, es wird Pfeile regnen und der Sand mit unserem Blut getränkt, heldenhaft gehen wir unter, aber wir geben nicht auf, denn die Tahari ist uns Mutter und Vater und Schwester und Schwager und Patenonkel…“ Pascha Jan sagt nur so: „Jo. Können wir dann jetzt mal?“ Wie gesagt, ohne putzig kamst du da gar nicht rein.

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  9. Normalerweise sagte er eigentlich immer nur "Ihr macht das schon." Ich habe den Verdacht Zelma schmückt das hier ein wenig aus...

    Ich muss mal gucken ob ich noch irgendwo den überlebensgrossen Zelmo-Starschnitt habe, der über meinem Bett in meiner Hütte hing..... als ich noch klein war....

    Tanja

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  10. Moment. Der Pascha konnte ein großer Emoter sein, ihr reduziert ihn hier auf etwas, bloß weil ihr mal zwei Wochen lang mit dem auf einer Insel rumstehen durftet, das nicht stimmt. Er hat durchaus auch mal geschrieben: „/me schaut in die Runde. Wer hat das auf meinen Baumstumpf gelegt? - zieht Kaissa/Dina/Mel/Bette/Madi/Kaya/Jenny/Joy die Ohren lang“ Der Pascha galt immer und stets als großer Frauenversteher.

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  11. Den Baumstumpf hatte ich in der Tat vergessen. Ich gebe zu... wenn's darum ging hörte aller Spaß auf und seine selbstauferlegten, kommunikativen Schranken brachen zusammen wie einst ein junger Wesir am Fuße der Stadtmauer der vier Palmen...

    Mein Fehler!


    Tanja

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  12. An dieser Mauer brach er sehr, sehr oft zusammen. Meist mental, und weil er sich zu doll vor die Stirne geschlagen hatte.

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  13. Hehe... ja. Ein vertrautes Gefühl.

    Tanja

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  14. Vor gar hoher Mauer lag darnieder
    plattiert die edel hohe Stirn
    Pfeil durchbohrt ihm Rock und Mieder,
    Blut durchtränket feinsten Zwirn.

    Standhaft einst als mut'ger Krieger
    fahndend nach des Feindes Hirn,
    attackiert er immer wieder
    um schlussendlich ... zu verlier'n.

    T.F.

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  15. Der Pasha....ohne seinem Baumstumpf wäre er sicher in die Wüste verdursten gegangen.
    War sein einziger Halt bei so vielen Weibern :-D

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