Sklavenhaus Crispus

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Freitag, 15. November 2013

Taskforce Selnar: Mission geglückt

Ankunft im Morgennebel an den Docks von Selnar, Cos










 Sondereinsatzkräfte aus Ar hatten nahe von Brundisium ein erworbenes Schiff bemannt, einige Fischer angeheuert und waren damit Richtung Cos und Selnar aufgebrochen. Ihre Mission war zweigeteilt: Einerseits ist das oberste Ziel, den Arer Heimstein zurückzuführen. Andererseits halt es das Regentenpaar aus der gefallenen Stadt Turmus aus Selnar und den Fängen von Cos zu befreien, was ein Schritt zur Erfüllung des Primärzieles „Heimstein“ ist: Mit zwei Handvoll Männern kann man keine ganze Insel nehmen und Ar nicht Massen von Truppen schicken, ohne dass es die cosianischen Besatzer in Ar mitbekommen. Mit vereinten Kräften der Del-Ka-Untergrundbewegung und nicht offiziellen Untergrundtruppen ist das schon etwas anderes.

Also lief die Selnar-Force aus Ar im Hafen ein – allesamt in Verkleidung als Fischer. Sie brachten Kisten voller Fisch auf die Docks. Unter dem Fisch befanden sich verdeckt scharfe Schwerter, Armbrüste, Bolzen und Schilde, die bei Bedarf gegriffen werden konnten. So befassten sich Claudius, Antonius, Silas, Luc und die Sklavin Dawn damit, sich geschäftig zu geben – bis sie weitere Informationen erhalten würden. Informationen über ihr Zielobjekt. Informationen, die die auf Selnar eingesetze Spionin, die Heilerin Cäcilia, ihnen zuspielen sollte. Man harrte der Dinge.

Die als Fischer verkleidete Kräfte aus Ar öffnen ihre vorgeblichen Fischkisten - unter der Ware befinden sich jedoch Waffen, die im Ernstfall gezogen werden. Doch der Ernstfall bleibt aus.

Für Luc hatte die ganze Sache eine spezielle Note. Er stammt aus Cos, wurde von Cos verraten, was ihn dereinst nach Kasra führte – und nun zurück nach Cos, inkognito, das seine Familie dahingemetzelt hatte. Voller Rachedurst musste er sich beherrschen, nicht gleich dem Erstbesten Wachsoldaten den Schädel zu spalten. Was auch für alle Arer Soldaten und die Elitetruppen der Taurentanier galt (die man in die Verkleidung geradezu hereinprügeln musste, sie sind nämlich sehr auf ihren Stand bedacht). Allerdings handelte es sich bei der Familie von Luc um eine zuvorderst hoch angesehene cosianische Offiziersfamilie – und er riskierte, erkannt zu werden, was die gesamte Mission gefährdet hätte. Und so verschärfte sich die Situation, als eine Hafenwache die Güter der vorgeblichen Fischer kontrollierte, in den Fischkisten herumstocherte, aber nichts entdeckte. Eine prekäre Situation, die jederzeit hätte kippen können…

Wie dem auch sei, erreichte die Gruppe eine Nachricht von Cäcilia, Cato (inkognito auf Selnar in der beliebten Verkleidung als Fischer) und Amira befänden sich in einer schäbigen Hütte nahe der Klippen im Norden von Selnar. Also schleppten die Arer die Waffenkisten wieder an Bord – und nutzten den Trubel am Hafen beim Eintreffen einer großen Reisegruppe vom Festland, um mit ihrem Schiff den Hafen zu verlassen. Nach einer Weile geriet schließlich die besagte Hütte in Sicht. An einer seichten Stelle ließen die Arer das Schiff anlanden und trafen auf einen verwirrten Cato – der unsicher war, was all diese Leute von ihm wollten.

In der gammligen, siffigen, stinkenden, finsteren, feuchten, angeschimmelten, schäbigen Hütte, in der Cato und sein Weib sich versteckt hielten, treibt Rarius Mick zur Eile an. Kajira Dawn schleppt die wenigen Sachen der Ex-Regenten von Turmus hinaus aufs Schiff.

Die Arer Kräfte bewachen das Zielgebiet, scheuchen Cato und sein verletztes Weib aufs Schiff.

Als Luc sich ihm zu erkennen gab und ihm erklärte, eine Arer Kampfgruppe sei gerade angelandet, um ihn und sein Weib fortzubringen, war er zunächst fassungslos. Doch Eile war geboten. Keine Zeit für Sentimentalitäten, den Spezialeinsätze gehorchen dem Prinzip: schnell rein, schnell raus. Und so wurden die beiden Zielobjekte eher aufs Schiff getrieben, schließlich die Segel gesetzt und aufs Thassa gefahren – die Mauern und Türme der Insel Selnar wurden immer kleiner. Keine Segel von Verfolgern tauchten auf… Glück gehabt.

Ziel war die Küste bei Belnend, einem freundlich gesonnenen Stadtstaat. Dort landeten die Arer mit ihrem Schutzgut an. Verließen im Trubel der dortigen Jubiläumsfeierlichkeiten mit vielen Gästen aus allen Ecken Gors das Schiff. Nach wie vor unerkannt – wer wusste schon, aus welchen politischen Lagern die zahlreichen Festgäste und offiziellen Delegationen stammten. 

In Belnend landen die Einsatzkräfte mit ihren Zielobjekten sicher an. Sie erwerben einige Gespanne, um auf dem Landweg die verdeckte Landezone der Tarnreiterstaffel zu erreichen.

Mithin betrat man nicht die Stadt, sondern kaufte auf einem Landgut mehrere Thalariongespanne an, verlud auf eines die verletzte Amira, die Waffenkisten auf die anderen – und brauch auf dem Landweg auf zur Landezone der Tarnreiterstaffeln aus Ar, die die Spezialeinsatzkräfte eingeflogen hatte. Sie waren, verdeckt, auf einer Anhöhe nahe eines Dorfes an der Küste stationiert – und auch hier hielten Luc und die Arer Offiziere zur Eile an: Tarne aus Ar bei inoffiziellen Einsätzen auf dem Hoheitsgebiet von anderen Städten, die von Arer Tarnen nichts wissen – das kann schnell für Verwicklungen sorgen.

Die Landezone der Tarne aus Ar auf einer Anhöhe – Eile ist geboten, denn die Tarne landen illegal und inoffiziell auf fremden Hoheitsgebiet, um die Einsatzgruppe mit ihren Zielpersonen nach Ar einzufliegen.

Schließlich hoben die Tarne ab. Der lange Flug nach Ar begann. Unterwegs wurde auf frische Tiere umgesattelt – und schließlich gerieten der gewaltige Tarnturm und die weißen Mauern von Ar in Sicht. Dort landeten die Kräfte – und die Zielpersonen verwandelten sich für Luc nach Abschluss der Mission wieder in Personen; während eines Einsatzes ist es besser, Menschen als Objekte zu betrachten, weil kampfbedingte Ausfälle besser später zu emotional zu beklagen sind als in laufenden Gefechten. Dem von Ar und auch insgesamt überwältigten ehemaligen Regentenpaar konnte er versichern, dass in Ar Geld auf sie wartete für einen Neustart: Del-Ka hatte ein Fass voller Gold für die Abwicklung der Mission Selnar bereit gestellt.

Dennoch ist eines klar: Sicherheit gibt es für sie auch in Ar nicht, denn Ar ist immer noch von Cos besetzt, und Lurius von Cos wird seine Bluthunde loshetzen, er wird schäumen und irre werden vor Wut, wenn er erfährt, dass seine kostbare Gefangene befreit wurde. Und Häscher aus Cos können auch in Ar auf die beiden Fremden in der Stadt aufmerksam werden, wer weiß. Dennoch birgt Ar einen gewaltigen Vorteil: Hier würden standhafte Soldaten jederzeit ihren Stahl gegen Cosianer ziehen. Hier gibt es Schutz – Schutz, den es im Herzen des Reiches von Cos vorher nicht gegeben hat. Und nur unter solchem Schutz kann sich formen, was nötig ist: neuer Widerstand, der sich verdeckt wie eine Faust in der Tasche ballt, ungesehen vom gegnerischen Gegenüber.

Kommentare:

  1. Da prescht der ungeniert vor und macht mein Cliffhanger-Päuschen zunichte.^^

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  2. Schnell und hart - so sind die Arer Nachrichten eben. Die Führungsrolle in dramatisch-literarischen Betrachtungen hingegen beansprucht Ar nicht ;-)

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  3. Welcher Taurentianer das wohl war :-P Sind halt sehr eitel :-) jawohl..zumindest..dieser Eine lool

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